31. Dezember 2010

Geschichtliches zum Silvester

Silvester I. († 31. Dezember 335 in Rom), dessen Namenstag am letzten Tag des Kalenderjahres gefeiert wird (vgl. Silvester), amtierte von 314 bis zu seinem Tod 335 als Bischof von Rom (Papst).


Silvester folgte am 31. Januar 314 Miltiades als Papst nach. Sein Name wurde 813 in den Kirchenkalender aufgenommen. Nach ihm wurde der später heiliggesprochene Marcus Papst. Nach einer frühmittelalterlichen Legende soll Silvester den kranken römischen Kaiser Konstantin den Großen vom Aussatz geheilt und getauft haben. So dokumentiert es die Konstantinische Schenkung, eine gefälschte Urkunde, deren Entstehung man im 6. oder 7. Jahrhundert vermutet. Verbreitet wurde die Legende in der mittelalterlichen Legenda Aurea des Jacobus de Voragine. Zum Dank für die Heilung soll Silvester von Konstantin das sogenannte Patrimonium Petri, das die Grundlage des späteren Kirchenstaates bildete, als Geschenk erhalten haben.

Die Behauptungen der Legende halten einer Überprüfung nicht stand: Konstantin hatte bereits 313 im Toleranzedikt von Mailand das Christentum offiziell erlaubt, Silvesters Vorgänger Miltiades das Gelände des heutigen Lateranpalastesübergeben lassen und beim Konzil von Nicaea 325, an dem Silvester persönlich nicht teilnahm, sich aber von zwei Presbytern vertreten ließ, das erste Glaubensbekenntnis festschreiben lassen, das Nicaenum. Silvester war es, der über dem Petrusgrab in Rom, im Gräberfeld des Vatikanischen Hügels, die erste Petruskirche erbauen ließ.

Silvester starb am 31. Dezember 335. Sein Leichnam wurde in der Priscillakatakombe an der Via Salaria Nova in Rom beigesetzt.

(Quelle: Wikipedia)