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2. Juni 2011

Online-Fieber kennt keine Altersgrenzen

Uroma (106) wird der älteste Facebook-Fan

Symbolbild
Schon 20 Mio. User in Deutschland, 600 Mio. Facebokkfansweltweit warten auf die rüstige Uroma.Lilly Strugnell aus Cinderford (Großbritannien) will mit 106 Jahren die älteste Facebook-Nutzerin der Welt werden.

Die Uroma (drei Kinder, vier Enkelkinder, drei Urenkel) arbeitet gerade an ihrem Profil für das Online-Netzwerk. In ihrem englischen Heimatort hatte sie zuvor einen Internet-Kursus für Senioren besucht.
(Quelle: Bild.de )

25. Mai 2011

Rückblende 2006 Senioren im Fokus - eine Wochenendgeschichte

Eine wachsende Zielgruppe oder abgeschöpft?

Als Mitstreiter der ersten Stunde zuerst über die Computeria St.Gallen, Pro Senectute (Landesaus-stellung), einem kurzen Gastspiel bei Seniorweb (Gruppe Soziales) die Schaffung der ersten etwas anderen Computeria als 1. Computeria Uzwil, wurde mir bald klar, das die Interessen der Angebo-te an die wachsende Zielgruppe der Senioren, eher knapp an dieser vorbei schrammte, als sie voll-umfänglich für sich zu vereinnahmen oder gar zu begeistern. Dies wurde zwar immer als "mein subjektiver Eindruck" abgetan, fand aber dieser Tage in einem interessanten Artikel der NZZ "Senioren als wachsende Zielgruppe" von Prof. Reto Eugster und Manfred Wiese eine späte Bestätigung ( zumindest sehe ich mich nun mehr so als der Querdenker)

Wobei es natürlich bei den Onlineauftritten Seniorweb, Zeitlupe und ähnlichem ja eher darum gehen sollte, eine weitreichende Plattform zu schaffen, die alle Bereiche des Älterwerdens umfasst. Nur wie so oft im Leben klaffen hier Theorie und Praxis manchmal weit auseinander. Im Artikel der beiden wird es so auf den Punkt geschrieben : Die Geschichten tendieren eine heile Welt zu vermitteln, die es so im realen Leben nicht gibt. *

Ich möchte ja nicht eben behaupten den Stein der Weisen gefunden zu haben. Mir war es aber stets ein persönlichwa Anliegen, auf die etwas anderen SeniorInnen einerseits bzw. Menschen am Rande der Gesellschaft andererseits hinzuweisen. Gerade die Wochen bei der Landesausstellung "Spätes Al-tern" in Zürich zeigten mir, das es noch andere Vertreter der älteren Generationen gibt, wie ebenso in den anderen Bevölkerungsgruppen. Nämlich die, welche nicht im Fokus der Zielgruppe von Wer-bern, Gönnern und Sponsoren liegen. Einfache Menschen, die es nicht so toll in ihrem Leben getrof-fen haben.

Dieser Tage hat mich der Gründervater der Computeria-Idee Gerhard Bremer/SG angerufen um mir überraschend zur Nominierung zum BOB`s Award 2006 (CH) zu gratulieren. Wir hatten die letzten Jahre selten das Heu auf derselben Bühne. Manchmal zu grundverschieden unsere Ansichten. Er der pensionierte Lehrer, ich der "jüngere" Querdenker der Sandwichgeneration. Ich die Comuteria-Idee von ihren Anfängen bis heute miterlebt. Nicht die Idee als solches (davon war ich stets überzeugt) sondern das Drumherum und die Art und Weise, wie sie mancher Orts gehandhabt wurde/wird, brachte mich schon mal zum protestieren und reklamieren.

Es passierte nämlich genau dass, was die beiden Verfasser R. Eugster/ M.Weise im Artikel so schön als ihre Erkenntnis auf den Punkt gebracht haben. Man scheute sich gewisse Teile der Gesellschaft, Vorkommnisse und Erlebnisse in das vielzitierte Miteinander einzubeziehen, darüber zu schreiben. Ich sage, was nützen die schönsten Treffen an den exklusivsten Orten, die jährlichen Konferenzen der Computerias hüben und drüben des Sees. Die vielen zahmen Geschichten der "Zeitlupe", welche noch teils von Seniorweb redaktionell übernommen werden, wenn man bewusst die Lupe am Zentrum des Geschehens vorbeiführt, nicht selten nur auf die heile, sonnige Seite des Alltags.

Vielzitiert der Dialog der Generationen – das sogenannte Miteinander. In der Praxis gibt es allerdings überall Altersbegrenzungen: 50,55, 60 usw. Welcher Teenager mit 16 wird/würde ernstlich einer Computeria mit einer Teenager-Spätlese von durchschnittlich 70-jährigen beitreten. Was nützen die schönsten Schulungsräume (ob ursprünglich öffentlich gefördert oder heute durch Fir-men geführt und betreut) wenn es gerade in dieser Gruppe der älteren Menschen einen höheren Anteil an inmobilen Menschen gibt als anderswo, für die der PC oft der einzige Kontakt zur Aussen-welt darstellt. Schulungsräume somit tabu sind. Um sie kümmert sich fast niemand. Das ist der Punkt.

Stattdessen bringt man mit schönsten Fotos untermalte Reiseberichte aus nah und fern. Das muss es sicher auch geben. Ich kennen aber genug Leute, welche sich am Ende des Monats nicht einmal eine Ansichtskarte leisten können. Sie verbringen nach wie vor den grössten Teil ihres Tage in der Wohnungen und warten sehnsüchtig auf den Briefträger oder die Spitexhilfe, um wenigsten ein paar Worte wechseln zu können. Darüber könnte man schreiben. Nur wenige von den gesunden Mitrentnern kümmern sich um deren Schicksal. Mir geht es ja gut, ich habe alles! Mumifiziert findet man dann in der Nachbarwohnung vis a vis ab und an so ein Opfer unserer Wohlstandsgesellschaft. Sie/er hatte keine Kontakte mehr, aber ein kaputte Hüfte. Wie heisst es doch " Miteinander" !

Ist es schon "Altersdiskriminierung" wenn in einem ÖV ein Jüngerer einem Älteren nicht den Sitz-platz frei gibt? Oder ist es nicht unmenschlicher und diskriminierend was man heute 2006, und das überwiegend auch bei Endfünzigern, bei den zahlreichen Untersuchungen zur IV-Revison mit eini-gen Ärzten erleben musss. Wenn sie barsch im befehlston von einem Ort zum anderen weiterge-reicht werden. Wie ein Stück Ware. Bis nach Deutschland werden die Leute heute zur Untersu-chung geschickt. Offenbar ist die Gesundheitsindustrie in der Schweiz mit der IV-Revison überfordert oder man möchte wirklich das erste invalidenfreie Land Europas werden. Dabei handelt es sich aber um die 60 Jährigen, die so oder so fast bis keine Chancen am heimischen Arbeitsmarkt haben.

Die "Alten " erwarten heute Respekt, vor allem von der jungen Generation. Welchen Respekt brin-gen sie den dieser entgegen? In manchen Foren dreht es einem den Magen um, was man da zu lesen bekommt. Von wegen Diskussionskultur. Wehe einer hat eine andere Meinung, eine andere Perspektive oder ist neu im Forum. Oder gar ein jüngerer Jahrgang oder anfragender Student.  Die Medien und auch ein Teil der angetönten Zeitschriften schreiben immer wieder, wie gefragt angeblich die Zielgruppe der Senioren sei. Wie sieht allerdings die Realität aus. Sie sind eher Mittel zum Zwecke der Kaffeefahrten, Salben und Tinkturen, Reisen und angeblicher alterspezifischer Bekleidung. Für Wellnessreisen und ärztlich begeleitete Kreuzfahrten. Auch für den sogenannten "Enkeltrick" besinnt man sich noch ganz gerne der Omis. Umgekehrt bei Produkten die den Alltag älterer Menschen erleichtern sollen, schwindet plötzlich das Interesse.

Wie aber sieht es mit altergerechten Wohnen aus. Einem Wohnen, das einerseits leistbar ist, Selbstständigkeit ermöglicht und noch einen Rest von Lebensqualität am Ende des Daseins garan-tiert. Für den Durchschnitt nicht leistbar oder via Medien zuerst gross angekündigt, um dann dem Konzept vom begleitenden Wohnen sanft zu entschlafen, sobald die Kameras verstaut sind. Denn eigentlich hatte man nie ein realistisches Konzept. Und hier spreche ich aus eigener Erfahrung. Was bleibt sind teure Wohnungen, die sich niemand leisten kann. Schon auf Basis ohne diversen Leiden nicht, geschweige dem mit diversen Zusatzdiensten, Wäschedienst usw. mit einer AHV-Rente. Eines ist klar - die angesprochenen Medien müssen in irgendeiner Form unterhalten werden. Schon bei den damaligen Turbulenzen nach drei Jahren bei Seniorweb habe ich vorgeschlagen die Plattform in der "Zeitlupe" (Mutter beider die Pro Senectute) zu integrieren - die Ressourcen zu konzentrieren. Meines Erachtens fehlt es den bestehenden Medien für Senioren weniger am Wollen als am Können. Dazu müsse man zuerst unabhängig und nicht weisungsgebunden sein. Mals sehen was die J. Frey AG bei Seniorweb so als Werbpartner auf die Beine stellt.

Auch die etablierten Institutionen müssen heute nach Leistungskatalog schaffen, um an die staatli-chen Zuschüsse zu kommen. Spenden müssen im Trend liegen. Da bleibt kein Platz offen für Dis-kussionen, die Problem gestrandeter Senioren im Ausland ohne Krankenkasse oder den alleinste-henden, vergessene Grossis und Muttis in ihren vergilbten Wohnungen. Noch dazu so ganz ohne Computer oder Internet (sh oben). Abseits aller Gesellschaftstrends und Zielgruppen.Umgekehrt fehlt es den Redakteuren an Kontakten und dem Feingefühl zur Basis. Gut recherchier-te Beiträge, umfassende Hinweise und Abbau aller Tabus (dazu zählt auch der Tod – auch er gehört zum Leben). Besser hinzuhören was die SeniorInnen wirklich bewegt und nicht den Medienmitteilungen ihrer Verbände(meier) blind vertrauen. Lebensnahe Geschichten schreiben. Schreiben was Sache ist, dass was die Leute alle tage wirkliche erleben.

Selten habe ich so offene Worte wie in diesem NZZ-Artikel gelesen. Es gilt nicht eine Gruppe an-zugreifen. Sondern nach meinem Dafürhalten aufzuzeigen, hier gibt es noch etwas hinter dem Zaun, dass man so nicht auf den ersten Blick erkennt. Die Zielgruppe liest viel. Vor allem die in ihrem Aktionsradius eingeschränkt sind. Das kann man in den Foren nachlesen. Der Alltag ist oft anders als man uns weismachen möchte. Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut beim Schreiben.   Wie sagte doch die über 80-jährige Dame in Zürich zu mir : "Ich fühle mich wohl bei/unter den Jungen, alt bin ich selber !", um sich mit einem Schmatz auf meine Wange nach einer Stunde Sur-fen zu verabschieden. Irgendwie lieben wir sie die Älteren. Es gibt halt solche und solche. P.D.

Quellen:
*NZZ Online 10.11. 2006 " Senioren als wachsende Zielgruppe " Reto Eugster / Manfred Weise / IM Schreibwerkstatt : Landesausstellung Spätes Altern

Dies war ja einer der Gründe z.B. bei Seniorweb (Selbstdefinition noch heute "… sozilapolitisches Portal .." mit der Arbeitsgruppe "Soziales" aufzugeben. Sie wurde bald aufgelöst. Jeanette Meyer (leider verstorben) avisierte zur Präsidentin von Seniorweb. Pfr. Ernst Sigrist betreute fortan die Forumgruppe MAC. Annemarie Giger-Knaus folgte auf Grund des leider frühen Ablebens der Präsidentin J. Meyer als Vize-Präsidentin in den Vorstand, wo sie heute noch tätig ist und selbst legte ich das Amt freiwillig nieder, weil ich eben nicht so arbeiten wollte oder konnte.   

Heute hat sich vieles bei Seniorweb geändert. Die Lage beruhigt.Einfach mal vorbeischauen. (Seniorweb.ch)

22. Mai 2011

Optimistische Pessimisten oder umgekehrt

Ein Optimist glaubt, dass dies die beste aller möglichen
Welten ist. Ein Pessimist befürchtet, dass dem so sein könnte.

 

Der Optimist sagt: "Das Glas ist halb voll."
Der Pessimist sagt: "Das Glas ist halb leer."
Der Rationalist sagt: "Das Glas ist doppelt so gross,
wie es sein müsste."

G.W. Freiherr von Leibniz, 1646-1716

2. Mai 2011

Depressionen

Sehr viele Menschen leiden an Depressionen – etwa 25% der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz sind mit einem Risiko für die Entwicklung von Depressionen.  Also ist es gut möglich, dass du jemanden kennst, der von dieser psychischen Erkrankung betroffen ist.


by ch.mediaplanet

Zum Thema: http://www.leanonme.net/ch-de/ueber-depression

10. Februar 2011

Senioren @ Internet

Das Risiko, wegen fehlenden Internet-Kenntnissen aus unserer Informationsgesellschaft ausgegrenzt zu werden, ist bei der Altergruppe 50+ am grössten. Die Koordinationsstelle Informationsgesellschaft des BAKOM beauftragte daher den Schweizerischen Seniorenrat (SSR) mit einer Umfrage über die Internetnutzung von MUBA'07-BesucherInnen über 50 Jahre. Sie liefert interessante Ergebnisse: 
  • Frage der Ausgrenzung 
  • Seniorenlogik: was nützt es mir? 
  • Ergebnisse der Umfrage 
  • Erstaunlich: Senioren@Internet ist kein Tabu! 
Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) werden nicht gleichmässig von allen Bevölkerungsgruppen genutzt. Am stärksten weicht die Altersgruppe 50+ vom Durchschnitt ab. Die Statistik des Schweizerischen Medienforschungsunternehmen WEMF zeigt, dass Senioren zwar am stärksten aufholen. Das Schliessen der Lücke scheint aber noch in weiter Ferne. Bis die Internet-kundigen im Alter von 14 bis 49 Jahren am Ende ihrer durchschnittlichen Lebenserwartung sind, dauert es rund 30 Jahre. Somit besteht ein Risiko eines Ausschlusses für diese Altergruppe.

- 81% der 14 bis 29 Jährigen nutzen das Internet regelmässig
- nur 37% der "Generation 50+" nutzen es regelmässig.

Frage der Ausgrenzung"Informationen gewünscht? Auskünfte liefert Website x oder E-Mail-Adressen y!" Dieser Hinweis gehörtmittlerweilen zum Alltag. Menschen ohne Internetkenntnisse empfinden solche Angaben als Sackgassen. Konsequenz: wer nicht informiert ist, kann weder sein Anrecht auf Mitsprache noch auf Mitbestimmung und Mitentscheidung ausüben. Der Schweizerischer Seniorenrat SSR ist besorgt. Er schätzt, dass auf diese Weise annähernd eine Million Schweizerinnen und Schweizer aus unserer Informationsgesellschaft ausgegrenzt werden.

Die Koordinationsstelle Informationsgesellschaft des BAKOM verfolgt die Entwicklungen in der Schweiz zur modernen Informationsgesellschaft (Stichworte: elektronischer Behördenverkehr, Abstimmungen über Internet "eVoting"). Sie erteilte daher dem SSR den Auftrag, den Senioren und Seniorinnen "den Puls zu fühlen" bezüglich ihrer Internetnutzung. Gelegenheit dazu bot die Publikumsmesse MUBA'07, an der auch
der SSR einen Stand unterhielt. Verschiedene Senioren-Vertretungen organisierten dort eine grosse

Sonderpräsentation unter dem Motto: "Älter werden macht Spass".

Seniorenlogik: was nützt es mir?
Die SSR-Umfrage widmete sich der Frage: was motiviert Menschen, das Internet zu nutzen? Diese Fragestellt sich erst dort, wo Freiwilligkeit besteht. Völlig anders ist die Ausgangslage für Schüler, Lehrlinge, Studierende oder Erwerbstätige. Internetkenntnisse werden hier vorausgesetzt. Sie sind integrierender Bestandteil des Leistungsausweises. Wer nicht mehr dem Leistungsdiktat gehorchen muss, fragt sich: "Weshalb interessiert es mich? Was habe ich davon?" Hier muss das Internet seinen Mehrwert zuerst beweisen.

Im Rahmen der Umfrage wurden während zehn Tagen 264 Fragebogen erfasst und ausgewertet. Neben vorgegebenen Antworten, unter denen ausgewählt werden konnte, waren auch freie Meinungsäusserungen erwünscht (insgesamt 491 Antworten wurden erfasst). Es wurden nur BesucherInnen im Alter über 50 Jahre interviewt. Zusätzlich konnten sich Interessierte von der am SSR-Stand anwesenden Computerschule

"SurfingSenior" kostenlos die Handhabung des Internets erklären lassen.

Erstaunlich: Senioren@Internet ist kein Tabu!
Der SSR machte die erstaunliche Feststellung: Ein Grossteil der Befragten fanden, Senioren seien demInternet ohne weiteres gewachsen. Die Hauptakzente lagen allerdings beim "langsamen und stressfreien" Kennenlernen.

Würden Sie sich Internetkenntnisse bei langsamer, stressfreier Einführung zutrauen?Eingangs stellten wir fest, dass 178 Personen bereits mit dem Internet vertraut sind. Viele der Befragten stützten sich auf ihre eigenen Erfahrungen. Unbeantwortet bleibt, ob sie selber in den Genuss einer langsamen und stressfreien Einführung gelangt sind oder nicht. Wichtiger scheint, dass sie unter diesem Vorbehalt überzeugt sind, dass der Zugang zum Internet auch für ältere Menschen keine Unmöglichkeit sei.

Schlussfolgerung der SSR-Umfrage: Ältere Menschen sind in der Lage zu beurteilen, unter welchen Voraussetzungen der Internet-Zugang für sie zumutbar und erwünscht ist. Sie sind bereit, an Internetkursen teilzunehmen, die ihren Bedürfnissen entsprechen und ihre Ängste ernst nehmen. Auch sie würden gerne eine aktive Rolle in unserer heutigen Informationsgesellschaft übernehmen.

Mehr zum Thema: Dokumentation  

22. Januar 2011

Bundesrat Burkhalter ruft zu mehr Selbstverantwortung auf

In einer Rede am 17. Rheintaler Wirtschaftsforum in Widnau (SG) hat Bundesrat Didier Burkhalter zu mehr Selbstverantwortung aufgerufen. Nicht der Staat sei für alles zuständig, sondern jeder Einzelne müsse mehr Verantwortung tragen. Er gab ausserdem Auskunft über die Reform der Sozialversicherungen, insbesondere des BVG und der IV.Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Inneren unterstrich in seiner Rede über die Sozialversicherungen, dass Einzelne dann Verantwortung übernehmen, wenn Vertrauen zwischen den verschiedenen Akteuren und Partnern, so z.B. zwischen den Sozialpartnern, herrsche.

Bundesrat Burkhalter kündigte in seiner Rede zudem an, dass Ende Jahr ein umfassender Bericht über den Zustand der 2. Säule und die nötigen Reformen vorgelegt werden wird. Die Vernehmlassung zu diesem Bericht erfolgt diesen Sommer. Die Abstimmung über den Mindestumwandlungssatz vom letzten Jahr habe klare Signale geliefert, in welche Richtung die Bevölkerung nicht gehen wolle. Diese Signale seien verstanden worden und die vorgeschlagenen Reformen nehmen diese Bedenken auf. So seien z.B. die Aufsicht und die Transparenz zu verbessern.

Der Vorsteher des EDI informierte ausserdem über die Entwicklung der Invalidenversicherung, die am 4. Februar das Thema der Von-Wattenwyl-Gespräche sein wird. Dabei wies er darauf hin, dass die Anzahl Neurenten 2010 weiterhin rückläufig war. Der Rückgang seit dem Höhepunkt 2003 beträgt 47 Prozent und ist auf die Massnahmen der 4. und 5. IV-Revision zurückzuführen.

14. September 2010

Keine Rentenalter-Erhöhung für Frauen ohne sozial ausgestaltete Flexibilisierung

Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF lehnt die in der 11. AHV-Revision vorgesehene Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre ab. Im Prinzip ist die EKF selbstverständlich für eine Gleichbehandlung der Geschlechter – das ist auch ihre Aufgabe. Die EKF ist aber der Meinung, dass die Erhöhung des Frauenrentenalters aus Gleichstellungsgründen nicht zwingend ist.

Die 11. AHV-Revision (Neuauflage) kommt in der Herbstsession im Nationalrat in die Schlussphase. Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF hat an dem zu Beginn der Beratungen angesetzten ständerätlichen Hearing teilgenommen und anschliessend die Beratungen dieser Vorlage intensiv verfolgt. Zusammen mit dem Frauenbündnis AHV (Zusammenschluss von Frauenorganisationen, Gewerkschaften und Frauengruppen der Parteien) hat sie sich immer wieder gegen eine Rentenaltererhöhung ohne nachhaltige Kompensation ausgesprochen.

Aus Sicht der EKF ist eine weitere Erhöhung des Rentenalters der Frauen aus Gleichstellungsgründen keineswegs zwingend. So gibt es beispielsweise gemäss den vorliegenden Statistiken nach wie vor eine starke Lohndiskriminierung von rund 20%. Unhaltbar ist die Erhöhung des Frauenrentenalters insbesondere dann, wenn auf eine sozial ausgestaltete Flexibilisierungslösung für Frauen und Männer verzichtet werden soll. Eine solche ist anlässlich der 10. AHV-Revision im Hinblick auf die 11. AHV-Revision vom Parlament versprochen worden. Das vom Ständerat bereits in der Sommersession beschlossene Modell beantragt nun auch die nationalrätliche Kommissionsmehrheit dem Nationalrat zur Annahme. Das auf 10 Jahre befristete Modell ist aus Sicht der EKF keine dauerhaft angelegte Lösung. Die Kürzungssätze ab dem 2. Vorbezugsjahr sind zu hoch angesetzt.

Mit den vom Ständerat in der Sommersession in diesem Modell beschlossenen 400 Mio. kann zudem keine wirklich sozial ausgestaltete Flexibilisierung erreicht werden. Die EKF ist der Meinung, dass mindestens der Betrag, den die AHV mit der Erhöhung des Rentenalters der Frauen einspart (ca. 800 Mio.), für die Flexibilisierung eingesetzt werden müsste, wobei – wie ursprünglich im Vorschlag von Bundesrat Didier Burkhalter vorgesehen – auf eine Befristung verzichtet werden müsste.

Kommissionen des EDI

31. August 2010

Wenn das Höschen zweimal klingelt

Im unaufhaltsamen Bemühen das Leben der Seniorengeneration leichter zu machen, hat die Australische Firma Simavita ein eigenes System erfunden mit dem das Problem der Inkontinenz auch für Krankenschwestern extrem einfach lösbar wird.

Ein Feuchtigkeitsdetektor schickt eine Nachricht ans Netzwerk und von dort aus via SMS an die zuständigeSchwester und flink kann das gesundheitsschädigende Nass entfernt .Außerdem enthalten die handeslüblichen Unterhosen einen abnehmbaren Funksender, der über ein Netzwerk mit einem Computer verbunden ist. Wird der Träger der Unterhose inkontinent, setzt das Kleidungsstück automatisch Textnachrichten ab.(Via Krone.at)

1. März 2009

Computeria Gründervater wird 80

Computeria Idee - wir waren dabei

Wie schrieb Gerhard Bremer doch im Vorwort 1999 zur ersten CD der Computeria St.Gallen, welche im Rahmen unserer Projektarbeit erstellt wurde: Wir sind die neue, eine andere ältere PC-Generation !

Jetzt werden natürlich viele fragen, wer ist den dieser Gerhard Bremer, was sind Computerias. Nun der Reihe nach. Als Überschrift würde am besten "Gründervater" passen. Gerhard Bremer, pensionierter Lehrer, hat mit seinen ersten PC-Schülern im berühmten Wohnzimmer seines Häuschens in St.Gallen eine Idee konzipiert, die nicht nur damals, sondern auch heute noch, die Welt der Silbersurfer indirekt und direkt beeinflusst. Wenn Senioren ins Netz gehen, dann machen sie das nicht unbeholfen. Sondern selbstbewusst und engagiert. Jeder nutzt das Medium PC heute für seinen Zwecke und Hobbies. Was dem einen seinen Quelltextmails, sind dem anderen seine wunderbaren Naturaufnahmen von diversen Wanderungen an denen er seinen Kollgen teilhaben lässt. (Bild: Fachhochschule SG)
 Gerhard hat dabei insofern Hand geboten, dass er nicht nur einfach Kurse mit der Pro Senectute anbot, sondern auch bestrebt war, dass man sich auch nach den Kursen und Übungsstunden ungezwungen zum Gedankenaustausch traf und zusammensetzte. Meistens trank man dabei ein Tässchen Cafe. Die Kombination aus dem Wort Computer und Cafeteria stand dann Pate für die Namensgebung Computeria. Ein Synonym für aktive Senioren am und rund um den PC.

Diese Computeria-Idee fand in den folgenden Jahren viele örtliche Standorte in Schweizer Städten, welche jeder auf seinen Art als Verein, lose Vereinigung oder Interessensgemeinschaft geführt wurde. Die Kurse wurden mit dem gesammelten Erfahrungsschatz verfeinert und dem Lernbedürfnissen der anderen, älteren Generation angepasst.

Parallel dazu entstand das Seniorweb Schweiz, heute ein Verein, welcher auf eine sehr bewegte Geschichte zurückblicken kann. Beide, die 1. Computeria St.Gallen und Seniorweb durfte ich einen Teil des Weges ehrenamtlich begleiten. (Bild: Team Projekt)Gerhard Bremer hat "seine" Idee geboren. Diese Idee hat sich in der Schweiz, ja in ganz Europa weiter entwicklet. Heute blickt der Ehrenpräsident stolz auf sein Kind, wie er es immer nannte. Es hat sich zu seiner Freude und Freude aller gut entwickelt.

Langer Rede kurzer Sinn – lieber Gerhard. Wir wünschen Dir alles Gute zum 80-zigsten. Gute. Wenn auch der Zahn der Zeit schon da und dort nagt, wünschen wir dir noch viele erfreuliche Stunden am PC und den Computeria Nachmittagen in St.Gallen. Und ich bin mir sicher, dass heute viele der zahlreichen Blogger und Twitter und…. neidisch auf deine Idee blicken, die schon mehr als 10 Jahre hunderte, ja tausende SeniorInnen in ihren Bann zog und Freude, Freundschaft über Ländergrenzen hinweg
geschaffen hat.

IM-Mediennachlese senior /Fotos by Infomagazin